Test the West: Tantan Ramen
Nicht erst seit gestern gibt es unterschiedlichste Ramen-Suppen im Instant-Format. Ich glaube, es sind die Fünf-Minuten-Terrinen von heute. Früher haben wir uns nach der Schule vermeintliche Nudeln mit Bolognese reingetan oder auch Käse-Sahne-Sauce mit Plastiknudeln.
Und ich gebe zu: ja, ich hab damals solch Zeugs gefuttert. Es war direkt nach de Wende der Geschmack des Westens in meinem Ostberliner Zuhause.
Jedenfalls will ich hier berichten, wie die Edelvariante die Instantsuppen schmeckt.

Ich hab die Packung Tantan Ramen im Supermarkt auf dem niedersächsischen Lande entdeckt und nicht etwa im urbanen, internationalen Berlin. Die Zutaten waren sichtbar verpackt, das sah vielversprechend aus: Nudeln, eine Saucenpaste und gefriergetrocknetes Gemüse.
An die Zubereitungshinweise hab ich mich gehalten. Schnell war dann nicht nur das Essen fertig, sondern auch die Enttäuschung groß. Die edle Verpackung und die Saucenpaste haben in mir wohl größere Erwartungen erzeugt, als man letztlich von einem 2,99-Euro-Instantgericht erwarten sollte.
Es schmeckte etwas fade und nach Erdnussbutter. Ich hab also mit einer Misopaste, etwas Hoisinsauce und Chiliöl nachgewürzt. Schinkenspeck angebraten und noch Kirschtomaten sowie Frühlingszwiebeln dazugegeben. Zum Schluss noch gerösteter Sesam dazu und ferddich.

So lief das bei mir schon früher nach der Schule: Weil der „goldene Westen“ im Plastiknapf fad schmeckte, hab ich bei den 5-Minuten-Terrinen früh gelernt, die zubereitete „Mahlzeit“ nachzuwürzen. Bis ich gelernt hatte, dass das gleiche Gericht mit frischen Zutaten zubereitet, viel besser schmeckte. 😉