Mama Duke - ein echtes Supertalent
Heute Morgen habe ich mich kurz durch meinen Instagram-Feed gescrollt und bin bei einem Social-Media-Snippet der US-TV-Show "America’s Got Talent" hängen geblieben. Es war die Performance einer Amerikanerin, die ganz offensichtlich richtig guten rappen kann, weiß, was Bühnenperformance bedeutet und die auch noch Lebensfreude ausstrahlt. Mama Duke heißt die Künstlerin, die mich innerhalb meines Doomscroolings in kürzester Zeit hatte.
Googles KI hat mir direkt das hier ausgespuckt:
"Mama Duke (bürgerlich Kori Mykel Roy) ist eine preisgekrönte texanische Rapperin, Songwriterin und Recording Academy-Mitglied aus Austin. Bekannt wurde sie als erste weibliche Rapperin in der Geschichte von America's Got Talent (Staffel 20), wo sie sich bis ins Finale sang und Jurorin Mel B. mit ihrem Song "Feels So Good To Be You" überzeugte."
Mama Duke hat letzte Woche ihre neue Single "Feels So Good To Be You" gedroppt. Das dazu veröffentlichte Musikvideo ist in bester Tradition dessen, was man früher vermutlich für ein MTV-Musikvideo aufbieten musste, um beim Sender überhaupt vorsprechen zu dürfen.
Gleichzeitig fällt es schwer, dieses Popkulturprodukt nicht auch politisch zu lesen. Das Video bietet den Klassiker aus "verborgenes Talent in bescheidenen Lebensumständen"-Story und Performance-Video. Gleichzeitig wird die multikulturelle Geschichte der USA miterzählt. Und wie es wohl nur im amerikanischen Pop üblich ist, die Story wird gar nicht mit Zeigefinger, sondern mit einem einfachen Selbstverständnis erzählt, die das ganze Video erst richtig BOLD macht.
Ich als verkopfte Kartoffel würde sogar so weit gehen: Der Superbowl-Auftritt von Bud Bunny hat Wirkung gezeigt – im Selbstverständnis amerikanischer Künstler:innen. Und das scheint mir gut so, liebe Leser:innen.