Open Source Software in der Medienproduktion

Drei Computerprogramme bzw. Tools, die mir das Produzieren von digitalen Inhalten leichter machen.

Open Source Software in der Medienproduktion
Kein Genie beherrscht das Chaos …

Für diesen Beitrag erhebe ich keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit. Vielmehr will ich kurz drei Computerprogramme bzw. Tools „anpreisen“, die ich insbesondere im Zusammenspiel mit Apple-Computern nutze, die jedoch ebenfalls mit Windows- und Linux-Maschinen genutzt werden können.

  1. Audacity - Podcasts schneiden und Aufnahmen verbessern

Die kleine Software nutze ich bereits seit vielen Jahren. Ich schneide zwar mit Apples „Garage Band“ meine Podcasts, aber Audacity nutze ich insbesondere dafür, die rohen Originalaufnahmen bereits etwas zu „reinigen“. So sorge ich dafür, dass das Rauschen verschiedenster Aufnahmen vor dem Schnitt meist schon verschwunden ist. Sorgt für eine gewisse Trockenheit im Sound und das Rauschen kann beim Schneiden nicht mehr nerven.

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  1. noScribe - das einfach gute Transkript für Podcastfolgen

Es wird immer wichtiger, die Inhalte von Podcastfolgen für die weitere Verwertung zu nutzen, insbesondere für mich im Bereich der B2B-Podcasts. Dafür lasse ich mit noScribe jede Folge transkribieren und kann mit dem Ergebnis wiederum eine KI füttern, die mir daraus Vorschläge für die Shownotes der Folge vorschlägt und gleich auch noch Posts für LinkedIn. Das bedeutet nicht, dass ich alles durch LLMs anfertigen lasse. Aber es wäre auch selten sämtlich von mir, die Systeme nicht für unterstützende Arbeiten zu nutzen.

noScribe habe ich auf meinem MacBook Air (M1) installiert. Das Programm rattert z.B. eine mp3-Datei mit einer Länge von 25 Minuten in gut 15 Minuten durch und speichert das Transkript als html-Datei ab. Feinarbeit bleibt nicht aus, aber es liefert gute Rohware, die oft schon ausreicht.

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  1. OBS Studio - Die komplette Studiosoftware für Aufnahmen und Streams

Vermutlich dürften die meisten Leute die Software schon kennen, die sich z.B. mit YouTube- und Twitch-Livestreams beschäftigt haben.

Das System ermöglicht, einen normalen Computer in ein komplettes System für die Aufnahme mit mehreren Quellen, Screendesign und mehr zu verwandeln. Klar, braucht es an der einen oder anderen Stelle zusätzlich Hardware. Aber das ist dann bald mal ein anderer Artikel.

Ich erkunde gerade die Welt des Streamens und hab mir dafür montags von 20 bis 22 Uhr einen Slot eingeräumt, den ich für eine Live gestreamte DJ-Session auf Twitch nutze. Dafür verbinde ich über OBS einen Rechner mit DJ-Software (älteres MacBook Pro mit Intel-Chip) und DJ-Controller als Audioquelle. Ich lasse ein oder manchmal zwei Webcams dazu über OBS laufen und ich kann sowohl ein Mikrofon dazuschalten und habe mir ein wenig Screendesign mithilfe von KI gezaubert.

Das selbe Setup könnte ich auch nutzen für eine Videokonferenz mit meinen Kolleg:innen. Man muss nur eine Schnittstelle zur Videokonferenzsoftware haben. Bei mir läuft das alles über einen 2012er Mac Mini (Intel-Chip), den ich mit Ubuntu Budgie (Linux) wirklich zu neuem Leben erweckt habe. Die Maschine war damals in der fettesten Konfiguration ein Server. Heute ist es noch immer ein sehr leistungsfähiger Linux-Rechner mit 16 GB Arbeitsspeicher, i7-Prozessor und 2 TB Festplatte.

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BONUSTRACK: Mixxx - die wirklich gute DJ-Software.

Ich selbst bin seit sehr vielen Jahren treuer Nutzer von „Traktor“, der DJ-Software des Berliner Unternehmens „Native Instruments“. Als ich jedoch meine Fühler in Richtung Linux ausgestreckt habe, war schnell klar, dass „Traktor“ auf dem Betriebssystem nicht existiert.

Fast schon zufällig fand ich dann Mixxx und bin seitdem begeistert. Denn Mixxx ist ein vollwertiges und (aus meiner bescheidenen Perspektive) sehr leistungsstarkes Programm. Besonders gut gefiel mir die Option, nahezu jeden aktuell auf dem Markt verfügbaren DJ-Controller via Mapping-Datei nutzen zu können. Ich selbst hab es mit zwei verschiedenen Controllern ausprobiert und war schnell zufrieden. Wer Pro in dem Bereich ist, wird das Mapping auch selbst machen bzw. Mapping-Dateien aus der Community editieren können.

Für den Einstieg empfehle ich den Kauf eines gebrauchten Controllers und schon kann es losgehen.

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