Eine Ode an die Stulle
I am late to the Party, wenn es darum geht, Brot great again zu machen. Aber ich schreib es hier trotzdem mal rein: eine gute Scheibe Brot kann das Maß der Dinge einer Mahlzeit sein.
So geschehen heute Abend: Das Chiasamen-Brot unserer Lieblingsbäckerei Rauch ist tatsächlich in unserem Haushalt bei Groß und Klein sehr wohl gelitten.
Ich hab deshalb vier Scheiben aus dem Tiefkühlfach genommen, locker angetoastet und mit großen 6-Minuten-Eiern belegt. Um den Cholesterinspiegel noch etwas höher zu treiben, platzierte ich zwischen Eiern und Brot zusätzlich eine dünne Schicht Remoulade. Man will ja vollmundig dem Ende entgegen futtern. Obendrauf – quasi als Alibi – gab es noch Schnittlauch.
Der Salat daneben sollte dann doch noch dem ungesunden Ying mit einem gesunden Yang begegnen. Deshalb wurde eine Gurke geschnibbelt, ein paar Radieschen, das Lauch von Frühlingszwiebeln und eine TK-Kräutermischung ebenfalls in die Schüssel gegeben. Für das Dressing rührte ich Essig, Öl, groben süßen Senf mit einem Schuss Teriyaki-Sauce zusammen und sprinkelte noch etwas Knoblauchpulver rein.
Lecker Abendbrot - so das Urteil meiner Familie.
STULLE, die Zweite

Die Tage verweilte ich für eine kurze Videoproduktion in Weimar. Zum Abendbrot gönnte ich mir im „Gasthaus zum Siechen-Bräu“ u.a. eine Fettbemme, wie man da unten sagt. In Berlin würden wir es eine Stulle mit Griebenschmalz samt Zwiebelringen und Gewürzgurke nennen. Als Dekobeilage wurde mit bunter Kresse gearbeitet.
Eine wirklich sehr sehr bodenständige Vorspeise. Dazu gab es noch ein Helles aus der Hausbrauerei, das wirklich was konnte. Wenn in Weimar, dann lohnt sich ein Besuch für Leute, die gern mal wieder der zünftigen Küche fröhnen wollen.