Wir fahrn fahrn fahrn mit der Eisenbahn

Wir fahrn fahrn fahrn mit der Eisenbahn
Präsentation ist nicht sterneverdächtig, der Geschmack auch nicht, aber okay

Der Juni ist für mich jedes Jahr ein Reisemonat. Und weil ich bei Volkswagen nahezu vier Wochen auf einen Werkstatttermin warten muss, fahre ich mal wieder mit der Deutschen Bahn. Mein Bonusstatus lässt es leider nicht mehr zu, mondän in den DB-Lounges abzuhängen, aber wenigstens konnte ich für meine erste Fahrt nach Hannover ein günstiges Ticket für den ICE ergattern.

Der Zug hat gleich zum Start 10 Minuten Verspätung, wenn die Person, die den ICE steuert nicht durchballern kann, dann wird für mich aus Hannover leider Hangover. Knapp eine Stunde warten, wäre dann angesagt, bis der nächste Regionalzug in Richtung Dorf fährt. Also sende ich leicht genervte Stoßgebete gen Universum und hoffe auf den Segen der Eisenbahngöttin.

Bis zur hoffentlich doch noch rechtzeitigen Ankunft bin ich Gast im Bordrestaurant, das geöffnet, nettes Personal und offensichtlich gute Vorräte hat. Als passionierter Bordrestaurantreisender gönne ich mir das warme Schinken-Käse-Baguette mit einer Senfcremé. Nach bayerischem Fleischkäse ist mir nicht, der angebotene Burger scheint mir zu mächtig.

Zwischenstopp - konnte die 4 Wochen Wartezeit trotzdem nicht verkürzen

Das Schinken-Käse-Baguette ist – laut meiner gefühlten Privatemperie – das von mir am häufigsten konsumierte Bahnfood. Etwa bei jedem zweiten Besuch ordere ich das Standardprodukt der bahnschen Systemgastronomie. Es macht vorübergehend satt, kostet noch halbwegs faire 8 Euro und lässt sich ohne Kleckern verzehren. Das Produkt eckt nicht an, es bietet nicht übermäßigen Genuss und tropft eben nicht. Es isst sich weg, ohne besonderen Geschmack und Aufwand. Irgendwie der Volkswagen unter den Angeboten im Bordrestaurant ...

Was danach geschah:

Wer es kennt, darf sich einen Keks nehmen.

Offenbar hatten meine Stoßgebete Wirkung gezeigt. Nur leider beim falschen Zug. Mein ICE kam die etwa 10 Minuten zu spät in Hannover an. Aber mein Anschlusszug hatte satte 40 Minuten Delay. Mit der Sicht auf ein halbvolles Glas: So musste ich in Hannover nicht hetzen. Und kann auch der DB keinen größeren Vorwurf machen, denn letztlich hab ich den Metronom noch bekommen, weil der verspätet aus Göttingen kam.