Audio is back
Zumindest in unserem Haushalt ist gutes Audio zurück. Unser großer Sohn, gerade 19 Jahre alt, hat sich seinen ersten Receiver zugelegt.
Erst vor wenigen Wochen kam er mit zwei großen Standboxen nach Hause, die ehrlicher Weise nicht sonderlich spektakulär aussehen. Ich war skeptisch. Die gut tischhohen Dinger wirken angealtert und ich habe mich gefragt, ob sie soundtechnisch halten könnten, was sich unser Großer versprach. Und obwohl ich weiß, dass ordentliche Lautsprecher bei sorgfältiger Nutzung quasi ewig gut klingen können, war ich insgeheim in Sorge, Sohnemann könnte einen Fehlkauf getätigt haben.
Dieser Tage hatte er einen vielversprechenden Receiver bei Kleinanzeigen entdeckt - ebenfalls wieder für einen schmaler Taler. Wir fuhren dieses Mal gemeinsam an den Berliner Stadtrand und holten das gute Stück ab: ein Gerät von Technics, solide gebaut und sichtbar ein paar gute Jahre auf dem Buckel, aber für den Preis schien das okay.
Auf dem Rückweg noch schnell ein paar anständige Boxenkabel geshoppt und zurück daheim haben wir alles zusammengestöpselt. Turns out: Unser Sohn hat jetzt den deutlich besseren Sound in seinem Zimmer als wir im Wohnzimmer – wobei sein Vater (ich) seit vielen Jahren glaubte, dass er schon was ganz anständiges im Wohnzimmer zusammengestellt hatte.
Ich war jedenfalls begeistert, wieder so gute Klänge im Hause zu hören und freue mich um so mehr, weil unser Großer nun auch noch nach einem Plattenspieler sucht. Es ist nämlich – zumindest in seiner Bubble – wieder angesagt, Vinyl zu verschenken und zu hören. Oder wie sein jüngerer Bruder letztes Jahr sagte: Die Platten sehen schon sehr ästhetisch aus. ;-) Er war es auch, der seinem großen Bruder gerade ein sehr cooles Doppelvinyl-Album zum 19. Geburtstag geschenkt hatte.
Der Nerd in mir ist sehr gerührt und glücklich. Denn für unsere Jungs zeigte sich nun auch der hörbare Unterschied zwischen Bluetooth-Boombox und klassisch verdrahteter Stereoanlage.